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Donnerstag, 10. Februar 2011

Petersen Automotive Museum, Los Angeles



Wer viel Ueberredungskunst braucht, um Maenner und Kinder zum Museumsbesuch zu bringen, der muss nur das Wort "Auto" erwaehnen.

Im Petersen Automotive Museum gibt es auf 3 Etagen alles was ein Autoliebhaber-Herz begehrt.

Schnelle Autos, alte Autos und beruehmte Autos. Hier stehen die Originale, die in Filmen wie "Batman", "Herbie" und "Magnum" fuer die Drehaufnahmen benutzt wurden. Und fuer die lieben Kleinen gibt es sogar eine ansehnliche Matchbox Auto Sammlung.

Montag, 29. November 2010

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt



Mittlerweile bekomme ich hier in den USA viele Sachen, die ich anfangs aus Deutschland vermisste. Milka, Toblerone und Ritter Sport findet man fast in jedem Lebensmittelgeschaeft und zu unverschaemt hohen Preisen kann man sogar Dr. Oetker Backhilfe oder Boecklunder Wuerstchen kaufen. Doch jedes Jahr vor dem 1. Advent mache ich mich wieder vergeblich auf die Suche nach Adventskranzkerzenhaltern.

In den letzten Jahren habe ich herausgefunden, wo ich einen fertig gebundenen Kranz kaufen kann, den ich dann mit Baendern und Kugeln verziere. Alljaehrlich benutze ich den selben Teller als Untersatz. Die Suche nach den Kerzen bringt mich dann fast um den Verstand. Entweder sie sind zu klein oder zu gross oder sollen $4 pro Stueck kosten. Ausserdem gibt es keine Kerzenhalter. Den Gedanken, einfach einen Nagel von unten in die Kerze zu stecken und damit am Kranz zu befestigen verwerfe ich schnell. In Gedanken hoere ich die Stimme meines amerikanischen Mannes, der die Deutschen fuer verrueckt haelt, weil sie echte Kerzen am Baum oder auf 'nem Kranz benutzen.

Also gehe ich wieder auf Nummer sicher und kaufe eine grosse Kerze, die ich in die Mitte des Kranzes stelle. So wird bei uns weiterhin nur ein Lichtlein brennen, bis zu dem Tag im Hochsommer, wenn mich mal wieder jemand fragt, was ich mir aus Deutschland wuensche und mir zufaellig die Adventskranzkerzenhalter einfallen.

Freitag, 3. September 2010

Santa Monica Pier



Der Santa Monica Pier ist ein beliebtes Ausflugsziel fuer Touristen und Angelenos. Auf dem Pier bietet ein Vergnuegunspark "Aektschn" fuer die Kinder. Es gibt ein Riesenrad, Autoscooter und unzaehlige Wurfbuden, an denen man versuchen kann, ein weiteres Plueschtier zu gewinnen. Neben Starbucks und einigen Fressbuden gibt es auch ein gemuetliches mexikanisches Restaurant und das "Bubba Gump" Restaurant, welches von dem Film "Forrest Gump" inspiriert wurde. Die kleinen Laeden verkaufen Postkarten und kitschige Andenken und schlaue Strassenmusikanten verdienen sich hier etwas Geld.



Unter dem Pier befindet sich ein kleines Aquarium, in dem man Meerestiere bewundern und anfassen kann. Parallel zum Strand verlauft ein geteerter Fahrrad/Rollerblade-Weg auf dem man mit dem gemieteten Fahrzeug nur wenige Minuten bis nach Venice Beach benoetigt. Das Wasser ist in Santa Monica nicht ganz so sauber wie in Malibu, aber wem es mehr aufs "Rumgucken" ankommt, der kann es sich hier am Strand gemuetlich machen.

Donnerstag, 2. September 2010

"Ich nix verstehen"

Als Europaer ist man dank' dem Fremdsprachenunterricht in der Schule, der alljaehrlichen Reise nach Italien oder einem Abendkurs an der Volkshochschule auf das Zusammentreffen mit einer anderen Sprache einigermassen vorbereitet. Mit Englisch kann man sich mittlerweile fast auf der ganzen Welt verstaendigen. Wenn das Schul-Franzoesisch auch etwas eingerostet ist, reicht es notfalls dafuer, sich nach dem Weg zum Bahnhof zu erkundigen oder sich ein Croissant zum Cafe au Lait zu bestellen. Doch wie sieht es aus, wenn man gaenzlich unvorbereitet ins kalte Wasser geschmissen wird?

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich mit der Situation konfrontiert, in der ich mich ueberhaupt nicht verstaendigen konnte und mir total daemlich vorkam. Ich konnte noch nicht mal "Ich nix verstehen" hervorbringen. Nach einem 2-stuendigen Einfuehrungskurs in die Kultur der Gehoerlosen und der Aneignung des Wissens, wie ich in meinem Geografie-Kurs Notizen fuer meinen tauben Kommilitonen aufschreibe, fand ich mich im Zentrum der Gehoerlosen wieder. Ausser dem Wort "danke" habe ich keine Ahnung von Zeichensprache und es war mir richtig peinlich, dass ich der jungen Dame nicht klarmachen konnte, was ich von ihr wollte. Schliesslich machte ich die Handbewegung fuer Schreiben und konnte ihr nun schriftlich mein Anliegen darlegen.

Kopfschuettelnd sass ich danach im Auto und ueberlegte, warum man in der Schule so viele unnuetze Dinge lernt, aber niemand die Grundlagen der Gebaerdensprache in den Unterricht integriert. In einer Welt, die immer mehr zusammenschrumpft, in der man 6 Laender an einem Tag besuchen kann und in der jeder BWL-Student japanisch studiert, moechte ich zumindest in der Lage sein in Gebaerdensprache zu sagen:"Tut mir leid, ich kann leider nicht gut Ihre Sprache, weil ich jahrelang Latein bueffeln musste, das ich nie anwenden konnte."

Donnerstag, 1. Juli 2010

Hai Alarm hat auch sein Gutes



Ein perfekter Tag fuer einen Strandbesuch ist meiner Meinung nach ein Tag wie heute. Wenn man sich im August auch gern im kuehlen Pazifik erfrischt, ist ein Strandtag bei "schlechtem" Wetter wesentlich entspannender - zumindest fuer eine Mutter. Anstatt Campingstuehle, Sonnenschirm, einen prallgefuellten Picknick-Korb, Sonnenkreme, Strandtuecher und diverse Badeanzuege einzupacken, greifen wir nur schnell Eimer und Schaufel und machen uns auf den Weg. Waehrend wir das Valley bei blauem Himmel und Temperaturen in den hohen zwanzigern hinter uns lassen, schwebt ueber dem Pazifik bei unserer Ankunft noch der Nebel und es sind vielleicht gerade mal 12 Grad.

Ein freier Parkplatz in unmittelbarer Strandnaehe ist im Nu gefunden. Die Kinder, die sich noch vor 20 Minuten um ein Lego gestritten haben, bauen jetzt in Teamarbeit einen Graben fuer die kleinen Strandkrebse. Gestern abend wurde in den Nachrichten durchgesagt, dass bis auf weiteres Hai-Alarm gilt und man moeglichst nicht Schwimmen soll. So bleibt mir jegliche Diskussion mit den Kindern erspart, die sich sonst so weit wie moeglich vom Ufer entfernen, damit sie beim Boogie-boarden die beste Welle erwischen.

Ich setze mich gemuetlich in meinen Campingstuhl, mummele mich in meine Decke ein und geniesse den Blick auf die friedlichen Kinder und die springenden Delfine.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Therapie auf Japanisch



Als ich noch in Deutschland lebte, wollte ich immer in die Ferne reisen. Der Eifelturm schien viel interessanter als Schloss Neuschwanstein und die Cote d'Azur reizvoller als die Ostsee. Inzwischen habe ich erfahren, dass ich durchaus keine Ausnahme bin, sondern viele in die Ferne schweifen bevor sie ihre Heimat erkunden.

Die fruehen Sommerferien zwangen mich dazu, wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm fuer meine Sproesslinge zu planen, damit sie sich (und mir) daheim nicht auf den Zeiger gehen. Gesagt, getan. Nachdem ich einen Kalifornien-Reisefuehrer vom hiesigen ADAC (AAA) besorgt hatte, bewaffnete ich mich mit einem Stift und machte mich auf die Suche nach neuen Abenteuern.

Dabei stiess ich auf eine kleine Oase. Nur 15 Minuten von uns entfernt liegt ein Japanischer Garten. Den grossen Balboa See, Park und Spielplatz besuchen wir schon seit Jahren regelmaessig, aber wer es nicht weiss, faehrt am Prachtstueck der Gegend vorbei. Wurde er vielleicht absichtlich schlecht ausgeschildert?

Der freundliche Parkwaechter erklaert mit einem Laecheln, dass man sich nach einer Stunde im Garten wie neugeboren fuehlt. Und der therapeutische Effekt der ruhigen und wunderschoenen Anlage laesst sich nicht verleugnen. Selbst meine beiden Jungs, die vor Energie nur so strotzen und am liebsten Remmi-Demmi um sich haben, geniessen die Stille und fragen begeistert:"Mama, wann koennen wir wieder hier herkommen. Es ist sooooo schoen!"

Dienstag, 25. Mai 2010

Ein Seeloewe in der Badewanne?



Dieses kleine Goldstueck ueberraschte uns bei unserem letzten Strandbesuch.

Schon vor Jahren haben wir gelernt, dass sich die meisten Meerestiere am fruehen Morgen in Strandnaehe blicken lassen. Im Winter (Dezember bis April) ziehen die Wale an der Pazifikkueste gen Norden und wer frueh aufsteht kann sie von Land aus sehen, ohne ein Boot zur "Whale Watching" Tour zu besteigen. Delfine springen zwischen Surfern aus den Wellen und sind Anlass zu vielen Begeisterungsrufen wenn sie in einer Herde vorbeiziehen. Ab und zu sieht man mal ein Seehundkoepfchen aus dem Wasser lugen, das im Kelbbett nach einem Snack sucht. Aber dass sich ein kleiner Seeloewe ( California Sea Lion) am Ufer sonnt, hat man an den belebten Straenden in Los Angeles nicht so oft.

Auf der Heimfahrt fragt mich mein Mann scherzend, ob ich den Kleinen wirklich nicht in den Kofferraum gepackt haette. Und so begeistert die Kinder auch davon waeren einen Seeloewen in der Badewanne zu finden, lassen wir die Natur natuerlich in Ruhe und hoffen, dass die Seeloewen-Mama bald mit einem dicken Fisch wieder bei ihrem Schaetzchen auftaucht.